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Guadeloupe

Nachdem meine Familie die letzten paar Jahre in Italien im Urlaub war, entschieden wir, mal wieder weiter weg zu reisen. Guadeloupe schien uns perfekt: Karibik, Sonne und Meer, genau das, was wir suchten. Da wir nicht so der Fan von den typischen Touristenzielen sind, entschieden wir uns für Holzhäuser in kleinen, etwas abseits liegenden Ortschaften. Die erste Woche an der Westküste der Schmetterlingsinsel und die zweite Woche an der Ostküste.

Unsere Anreise von München über Paris verlief zügig und ohne Probleme. Schon beim Landeanflug verschlug es uns den Atem, als wir die wunderschöne Insel, die von oben an einen Schmetterling erinnert, sahen. Als wir dann das Flughafengebäude verließen, schlugen uns tropische 30°C entgegen. Kein Wunder, dass die Häuser, die wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft sahen, keine Fenster hatten.

Wir liehen uns dann ein Mietauto in Point-à-Pitre, mit dem wir uns auf den engen Straßen zu unserer Unterkunft begaben. Es gab viele kleine Stände und Märkte, an denen Einheimische Gewürze und Obst anboten. Neben vielen bekannten Früchten, wie Ananas oder Bananen (die dort natürlich viel intensiver schmeckten), gab es auch mir fremde Früchte, wie die saure Sternfrucht.

  

Die Familie, von denen wir das Häuschen mieteten, hießen uns mit dem typischen Getränk “P´li-Punch” willkommen. Das ist weißer Rum, mit Zuckerrohr-Sirup, Limettensaft und Eis. Sehr erfrischend bei diesen tropischen Temperaturen. Auch typisches Essen wurde uns empfohlen, wie diverse Fischarten oder Accras, das sind im Fett ausgebackene Teigkugeln mit Gemüse oder Stockfisch. Das Essen auf Guadeloupe war verhältnismäßig sehr billig, vor allem Fisch, Obst und alles andere, was es direkt vor Ort gab. Milchprodukte hingegen waren sehr teuer, da sie extra auf die Insel geliefert werden mussten. Wir haben oft in kleinen Wägen am Strand gegessen, wo es zum Beispiel ein komplettes Menü mit einheimischen Spezialitäten für etwa 12€ gab.

  

Während unserer Reise haben wir viele Strände der Insel besucht. Neben traumhaften, weißen Sandstränden gibt es auch mächtige Felsen am Meer. Außerdem sind dort auch viele Surfsports zu finden. Allerdings muss man aufpassen, wo man baden oder surfen geht, da das Baden an vielen Stellen aufgrund der Lavafelsen und der hohen Wellen lebensgefährlich ist. An einem Tag sind wir auch mit einem Glasbodenboot mitgefahren, wodurch man die Korallenriffe und die bunten Fische super sehen konnte. An einer besonders schönen Stelle wurde dann angehalten und wir konnten schnorcheln, was sicherlich eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens war, da man den Korallen und Fische so nah war, wie nirgends sonst.

    

Die erste Woche genossen wir also an den Stränden und in der zweiten Woche wollten wir viele Ausflüge machen und die Insel erkunden. Wir besuchten zum Beispiel eine Kakaoplantage oder eine separate, kleine Insel, auf der es besonders schön war. Dort lernten meine Schwester und ich ein paar einheimische Jungs kennen, die mit uns tauchten und uns Babyhaie oder Riesenschildkröten zeigten. Wir wanderten auch oft, wobei wir viele, riesengroße Wasserfälle sahen.

   

Am vorletzten Tag entschieden wir uns den Vulkan “La Soufrière” zu erklimmen, der mit über 1600m der höchste Punkt der Insel und auch der gesamten Karibik ist. Der Wanderweg dort hoch bietet eine große Vielfalt an Vegetationszonen, riesige, grüne Farne, rötliche Mose oder auch Steinlandaschaften. Vor allem auf dem letzten Kilometer hinauf zum Gipfel hat man eine super Aussicht über die ganze Insel (allerdings nur bei schön Wetter). Auf dem Gipfel stiegen aus Löchern im Boden riesige Rauchschwaden empor. Das war ein atemberaubender und einzigartiger Anblick.

   

Trotz des langen Hin-&Rückfluges, war diese Reise die Schönste, die ich je unternommen habe. Ich werde auf jeden Fall irgendwann noch einmal dorthin zurückreisen.

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